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zwischen aug und apfel

thomas joller

ausgangspunkt der arbeiten von thomas joller sind fotos aus dem internet. die fotos verwendet thomas joller als grundlage, welche er gezielt durch vielfältige eingriffe, wie die wahl der ausschnitte, die veränderung der farben und kontraste oder der reduzierung / verstärkung der schärfe einem komplexen veränderungs-prozess unterzieht. durch die digitale bildbearbeitung entstehen eigenständige bilderwelten, welche die sichtbare grundlage deformiert und in eine neue bildsprache transformiert.


diese vielfältigen prozesse der transformation, weisen parallelen zur menschlichen wahrnehmung auf. auch hier sind die bilder nicht fix, sondern verändern sich. sie werden überlagert, verzerrt, verändern ihre farbigkeit und werden von neuen blickwinkeln aus wahrgenommen. erfahrungen, erwartungen und wünsche beeinflussen, das was wir wahrnehmen und wie wir etwaswahrnehmen. es findet ein dynamischer prozess statt.

die ersehnte klare bedeutung der vorgefundenen grundlagenfotos sind in den arbeiten von thomas joller vorhanden, jedoch nur ansatzweise oder gar nicht erkennbar. das wechselspiel zwischen dem sichtbaren und dem erkennbaren fasziniert den künstler und beeinflusst seine arbeit.

die bilder von thomas joller eröffnen dem betrachter und der betrachterin eine mehrdeutige betrachtungsweise, welche raum für ihren persönlichen dynamischen prozess zwischen wahrnehmung, erwartungen, assoziationen, erfahrungen und empfindungen bietet.

thomas joller, 1969 aufgewachsen in der innerschweiz und seit 10 jahren in zürich wohnhaft. lehre als gipser, danach ausbildung zum ergotherapeuten und vorkurs an der hochschule für kunst und gestaltung zürich. seit 5 jahren als ergotherapeut und freischaffender künstler tätig. seit 2002 teilnahme an gruppenausstellungen.