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made in china

mariano gaich

installation und objekte

Ein Wasserfall aus in Kunststoff verpackten Reisnudeln, getrocknete Geflechte aus Reisnudeln auf Wäscheleinen.

In der Installation MADE IN CHINA des Künstlers Mariano Gaich funktionieren Reisnudeln als Symbol für Marktbewegungen von Osten nach Westen. Ströme, die ihren Ursprung in den Zeiten Marco Polos haben, jedoch heute von einer ganz neuen, paradoxen Struktur sind: Im Osten bedürftige Wanderarbeiter, die in die Produktion der Grundnahrungsmittel eingebunden sind. Im Westen, ein Publikum, das sich durch exotische Geschmäcker versuchen lassen, diese konsumieren will.

In MADE IN CHINA reflektiert Mariano Gaich die Relation zwischen ästhetischer Produktion und Warenproduktion im Zeitalter internationalisierter Märkte. Die ursprünglich zum Lebensmittel bestimmten Reisnudeln werden zur filigranen Rauminstallation zweckentfremdet. Diese Symbiose – und gleichzeitig Paradoxon – von Nahrungsmittel und Kunstobjekt, die einer gewissen Tragikomik nicht entbehrt, verleiht der Serienproduktion eine surreale Neubedeutung. Die farblosen, zerbrechlichen Geschöpfe fliehen die Gesetze des Marktes und den Fluss der Zeit.

Mariano Gaich ist 1967 in Buenos Aires geboren. Er hat Kunsthochschulen in Buenos Aires, London und Zürich besucht. Diverse Stipendien und Ausstellungen, unter anderem 2002 Ausstellung im Kunsthof und 2003 eine Installation in der „Fuge“, Grünau, Zürich.